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Geschrieben von: Ralf Stumpf   
Donnerstag, den 29. Oktober 2009 um 16:14 Uhr
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Ralf Stumpf und Mirela Ivanceanu über NLP:


Frage: Ralf, Du machst jetzt seit über 20 Jahren NLP - ist es Dir kein bisschen langweilig geworden?

Ralf Stumpf: Nein, im Gegenteil. NLP gehört glücklicherweise zu den Künsten, die umso spannender werden, je länger man sich damit beschäftigt. Das NLP, dass ich heute mache, ist sehr verschieden von dem, womit ich 1986 begonnen habe.

Was sind die wichtigsten Unterschiede?

Mein NLP ist sehr viel einfacher und praktischer geworden. Mir geht es darum, dass NLP so eine Art Zusatzmodul im Alltag ist, ein kleines, hilfreiches Programm, welches immer mitläuft und das Leben leichter macht. Ein Upgrade!

Als ich mit NLP anfing, war das ganze doch sehr auf Therapie oder Coaching bezogen. NLP machte man in Sitzungen, die normalerweise eine Stunde dauerten. Im täglichen Einsatz nutzte man vielleicht die Kommunikationstechniken - aber das war es dann auch schon.

Mirela Ivanceanu: Ich habe vor ein paar Jahren eine Studie gemacht und NLPler befragt, inwieweit sie NLP in ihrem Alltag einsetzen. Das Ergebnis: Fast gar nicht! Viele waren überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass man NLP auch mit sich selbst machen kann. Die hatten die Techniken im Training so kennen gelernt, dass einer den anderen ›behandelt‹ – und dabei blieb es. Dabei lassen sich alle NLP-Techniken mit sich selbst machen und – wenn man es geübt hat – brauchen nicht mehr, als ein paar Minuten.

Man nennt NLP ja auch das Schweizer Messer der Psychotherapie - ist es das was Ihr meint?

In dieser Formulierung steckt bereits der Konflikt: Schweizer Messer ist ein toller Vergleich. Es ist einfach, praktisch, alltagstauglich, robust - großartig! Aber warum Psychotherapie?

Ja, als NLP in den siebziger Jahren auf den Markt kam, war es, verglichen mit den damaligen Psychotherapiemethoden, der Hammer! Schnell, einfach, humorvoll, zielorientiert. Für eine Therapiemethode war NLP revolutionär. Doch unsere Kunden heute brauchen keine Therapie, die brauchen was fürs Leben, für den Alltag, für jederzeit.

Schweizer Messer ja, Psychotherapie nein! In der NLP-Szene gibt es mit der NLPt, der Neuro-linguistischen Psychotherapie inzwischen eine eigenen Therapiemethode und damit ist das Thema für uns abgehakt!

Deine Formulierung mit dem Upgrade fürs Leben gefällt mir, was soll ich mir darunter vorstellen?

Wenn Du Dir bewusst machst, welche enorme Leistung Dein Gehirn in jedem Augenblick vollbringt, um das herzustellen, was Du die Wirklichkeit nennst, wirst Du aus dem Staunen nicht mehr herauskommen! Die Welt, in der Du lebst, hast Du selbst erschaffen. Und, ohne Dir zu nahe zu treten: vielleicht ist das noch nicht die beste aller möglichen Welten? Vielleicht ist da mehr drin? Vielleicht könnten Deine Mitmenschen ein bisschen netter sein, Deine Zukunft ein bisschen mehr leuchten, Deine Stimmung noch sonniger sein, Deine Qualitäten mehr strahlen, Deine Beziehungen glücklicher sein ...?



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