| Gute Kommunikation für eine gute Beziehung |
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| Geschrieben von: Ralf Stumpf |
| Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 11:11 Uhr |
Der Ressourcekärtchen-Monatsbrief vom Februar 2010 -als Valentinstaggeschenk für alle unsere Seitenbesucher!Dale Carnegie erzählt die Geschichte einer Frau, die von einem Selbsterfahrungsseminar nach Hause kommt und ihren Mann bittet, ihr zehn Dinge zu nennen, die ihm an ihr missfallen. Sie sagt, das sei eine Aufgabe aus dem Seminar. Der Mann ist verblüfft und bittet um einen Tag Bedenkzeit. Als die Frau am nächsten Tag nach Hause kommt, findet sie zehn wunderschöne rote Rosen und einen Brief von ihrem Mann, in dem er schreibt, wie sehr er sie liebt. Dieser Mann ist wahrhaft ein kluger Mann, denn er hat erkannt, dass eine Beziehung nicht dadurch besser wird, dass man sich schlimme Sachen sagt. Auch Virginia Satir, die Grande Dame der Paartherapie, hat sich in ihrer eigenen Ausbildung darüber gewundert, dass es einer Beziehung gut tun soll, wenn die Partner sich ganz offen sagen, wie schrecklich sie sich finden. Virginia Satir hat ihre Klienten stattdessen gebeten, die Augen zu schließen und zurück zu denken an die Zeit, als sie sich kennenlernten. Dabei sollten sie wieder ganz in das Gefühl der frischen Liebe zum Partner eintauchen. Wenn die Klienten ganz in diesem Gefühl waren, sollten sie die Augen öffnen (vorsichtig!) und das Gefühl mit ihrem Partner in der Gegenwart verbinden. Auch Virginia Satir ist eine kluge Frau gewesen! Eigentlich sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, dass eine Beziehung gut wird, wenn man sich Gutes sagt und schlecht, wenn man sich Schlechtes sagt. Trotzdem versuchen viele Paare ihre Beziehung dadurch zu verbessern, dass sie möglichst gemein zueinander sind. Sollten Sie auch manchmal in Versuchung kommen, zu dieser Strategie zu greifen, dann machen Sie sich einfach klar, dass die Welt voller glücklicher Paare wäre, wenn dieser Weg funktionierte. Eine gute Beziehung entsteht daraus, dass man gut zueinander ist! In diesem Newsletter möchten wir Ihnen vier Ideen geben, worüber Sie gut sprechen können (und damit Gutes aussprechen können) in Ihrer Beziehung. Wen man nicht kennt, den kann man nur schwer liebenWie gut kennen Sie sich eigentlich selbst? Die meisten Menschen kennen sich selbst einigermaßen, wissen dabei aber auch, dass es in ihnen viele unentdeckte Ecken gibt und dass sie sich oft genug selbst verblüffen. Und wie gut kennen Sie Ihren Partner? - Da ist man viel entspannter und behauptet leicht, den anderen zu kennen wie ein offenes Buch. In Wahrheit ist es andersrum: Sich selbst kennen Sie am besten (doch bei Weitem nicht vollständig) und Ihr angebliches Wissen über andere Menschen ist eine bunte Mischung aus Wahrnehmung, Fantasie, Halluzination, Beobachtung, Bewertung, Vorannahmen, Erwartungen und Projektionen. Für die vier Spiele dieses Monats bitten wir Sie, Menschen gedanklich in »innen« und »außen« zu unterteilen. Innen ist die Persönlichkeit: Meinungen, Überzeugungen, Emotionen, Selbstbild, Menschenbild und Weltbild. Außen ist ausschließlich Verhalten, also all das, was ein anderer sehen oder hören kann. Dieser Gedanke ist sehr wichtig: Alles, was wir von anderen Menschen wahrnehmen können, ist nur deren Verhalten! (Alles, was andere Menschen von uns selbst wahrnehmen können, ist nur unser Verhalten.) Anders gesagt: Wie ein Mensch ist, das kann man nicht sehen. Man kann nur sehen, wie er sich verhält und aus diesem Verhalten auf die Persönlichkeit schließen (= Interpretation!). In einem Beziehungsgespräch (»Du und ich in der Gegenwart«) gibt es demnach vier mögliche Bereiche: 1. Ihre eigene Innenwelt: Darüber wissen nur Sie selbst Bescheid. Was andere hierüber sagen, ist bestenfalls eine Vermutung! 2. Ihr eigenes Verhalten: Das können andere mit ihren Sinnen wahrnehmen und Ihnen dazu Feedback geben. 3. Das Verhalten des anderen: Dies können Sie wahrnehmen, hierauf können Sie Feedback geben, hiervon können Sie sagen, wie es auf Sie wirkt und hier können Sie Wünsche äußern. 4. Die Persönlichkeit des anderen: Hierüber wissen Sie gar nichts, Sie können nur vermuten! Außerdem ist entscheidend, welches Menschenbild Sie haben. Glauben Sie, dass der Mensch an sich gut ist (Humanismus), oder glauben Sie, dass es auch wirklich böse Menschen gibt? Die Methoden, die den Ressourcekärtchen zu Grunde liegen , kommen aus einem humanistischen Menschenbild. Wir gehen davon aus, dass der Mensch an sich gut ist, sein Verhalten aber manchmal zu unerwünschten Konsequenzen führen kann. Wenn Sie die vier Bereiche aus dem vorletzten Absatz mit dem humanistischen Menschenbild verbinden, dann gibt es vier Möglichkeiten, worüber Sie mit Ihrem Partner reden können: A) Selbsterklärung: Sie erklären Ihre eigene gute (= humanistische Vorannahme) Innenwelt – denn darüber kann Ihr Partner nur spekulieren und ist deshalb dankbar für Ihre Auskunft aus erster Hand. B) Verhaltens-Feedback: Sie geben Ihrem Partner eine Rückmeldung auf sein Verhalten und wie dieses auf Sie wirkt. C) Verhaltens-Wünsche: Sie verraten Ihrem Partner, welches Verhalten Sie sich von ihm wünschen – und beachten dabei den Unterschied zwischen einem Wunsch und einer Forderung! D) Positive Vermutungen über die Persönlichkeit Ihres Partners: Da Sie über die Persönlichkeit nichts sicher wissen, können Sie nur vermuten. Da Sie ein humanistisches Menschenbild teilen, können Ihre Vermutungen nur positiv sein. Wir laden Sie nun ein, jede dieser vier Möglichkeiten mit den Ressourcekärtchen spielerisch zu entdecken. Alle Spiele sind für zwei Personen. Sie können entweder abwechselnd Karten ziehen, oder einer spielt ein ganzes Spiel und der Partner hört es an und genießt! [ Die folgenden vier Spiele finden Sie im Februar-Newsletter der Ressourcekärtchen! ] |






