Die RessourcekärtchenAusbildung zum Coach, DVNLP

Was Storycode bringt - Marin Markov entdeckt DIE HYMNE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralf Stumpf   
Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 18:47 Uhr

Marin Markov entdeckt DIE HYMNE

Ständig erzählen wir uns Geschichten: über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; über Ursachen, Bedeutung und Möglichkeiten. Viele dieser Geschichten sind negativ und machen uns das Leben schwer. Dabei ist es so einfach, sich bessere Geschichten zu erzählen. Mit etwas Aufwand können Sie sich sogar exzellente Geschichten erzählen!

Marin Markov*) kam zu uns für ein Führungskräfte-Coaching. Ein typischer Fall: Er ist fachlich exzellent und leistet in seiner Firma gute Arbeit. Da ist es fast selbstverständlich, dass er Karriere macht. Doch Karriere machen bedeutet, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Marin Markov ist in seinem Fachgebiet exzellent, doch Führen hat er nie gelernt, da ist er Anfänger. Er will die neue Aufgabe übernehmen - aber fragen Sie nicht, welche Geschichten er sich darüber erzählt! Mit solchen Geschichten im Kopf könnte niemand führen.

In unserer ersten Sitzung fand Marin Markov SEINE HYMNE und die hat sein Leben verändert. DIE HYMNE gibt ihm die Kraft, Leidenschaft und Begeisterung, um seine neue Aufgabe anzupacken. In DER HYMNE nutzen wir Storytelling in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf verschiedenen Ebenen**).

Machen Sie mit! Nehmen Sie sich einen Satz, den sie gerne mit hundertfacher Motivation und tausendfacher Überzeugung anreichern würden. Bei Marin Markov war es:
»Ich bin eine gute Führungskraft!«

In der ersten Runde erzählen wir die Vorgeschichte, die Gegenwart und die Fortsetzung. Natürlich erzählen wir gute Geschichte, doch wir bleiben in einem Bereich, der für unsere Kunden völlig glaubwürdig ist. Wir bleiben bei der »Wahrheit«. Im Coaching finden wir für jeden Zeit-Raum eine kleine Geschichte, die wir am Ende in einen Satz fassen. Bei Marin Markov waren dies:

Die Vorgeschichte: Ich bin eine gute Führungskraft, nachdem ich damit Jahrzehnte an Erfahrung habe. (Dieser Satz war für ihn anfangs verblüffend, doch geführt zu werden ist genauso Führungserfahrung, wie zu führen - vor allem dann, wenn diese Erfahrungen bewusst gemacht wird!)
Die Gegenwart: Ich bin eine gute Führungskraft und Menschen können in meiner Gegenwart gut arbeiten und erzielen gute Ergebnisse.
Die Fortsetzung: Ich bin eine gute Führungskraft, so dass meine Mitarbeiter noch in Jahren und Jahrzehnten von unserer Zusammenarbeit schwärmen werden und ich Teil ihrer Geschichte geworden bin. (In diesem Satz steckt viel Coaching-Arbeit! Am Ende half ein Positionswechsel: Wie die meisten Menschen hatte auch Marin Markov in seinem Leben ein paar sehr gute Lehrer, Ausbilder oder Führungskräfte. An diese Menschen denkt er heute noch gerne zurück. Sie sind Teil seiner Geschichte geworden. Jetzt, da er selbst Führungskraft wird, wechselt er die Seite und wird seinerseits Teil der Lebensgeschichten seiner Mitarbeiter. In gewisser Weise gibt er damit etwas zurück, was er selbst bekommen und gerne angenommen hat. Die Sache so zu betrachten half ihm, diese Fortsetzung seiner Geschichte annehmen und aussprechen zu können.)

In der zweiten Runde DER HYMNE geht es wieder um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, doch diesmal auf einer inneren, psychologischen Ebene. Wir richten den Blick auf die internale Prozesse, die von selbst stattfinden, wie ein Naturgesetz, zwangsläufig. Was Marin Markov hier genannt hat, kann er nicht abstellen, den es geschieht automatisch:

Ursache: Ich bin eine gute Führungskraft, weil mich dieses Thema schon immer fasziniert und begeistert hat.
Bedeutung: Ich bin eine gute Führungskraft, denn ich interessiere mich für Menschen.
Folge: Ich bin eine gute Führungskraft, deshalb sind wir erfolgreich. (Zeitlich korrekt wäre »werden wir erfolgreich sein«. Doch die gegenwärtige Formulierung war die emotional stärkere Version.)

In der dritten Runde bleiben wir in der Persönlichkeit, doch diesmal geht es um bewusste Entscheidungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft:

Vorbedingung: Ich bin eine gute Führungskraft, wenn ich mir wirklich klargemacht habe, was Führung für mich bedeutet.
Bedingung (gegenwärtig, andauernd): Ich bin eine gute Führungskraft, immer wenn ich selbst bewusst bin. (Hier haben wir mit der phonetischen Doppeldeutigkeit von Selbstbewusstsein gespielt: Ich bin selbstbewusst/ich bin (mir meiner) selbst bewusst!)
Folge: Ich bin eine gute Führungskraft, deshalb können meine Mitarbeiter lernen und sich entwickeln.

In der vierten und letzten Runde DER HYMNE nutzen wir noch Archetypen zur Verstärkung. Es gibt viele Archetypen und zwei davon sind besonders wichtig:

Der Schatten vertritt die dunkle Seite der Seele: Ich bin eine gute Führungskraft, obwohl ich oft ungeduldig bin.
Der Mentor symbolisiert das höhere Selbst und sein Vorbild gibt Kraft: Ich bin eine gute Führungskraft, genauso wie Mahatma Gandhi. (Auch dieser Satz fiel anfangs nicht leicht, aber ein Coaching ist eine Zeit, in der sich besondere Dinge ereignen dürfen!)

An dieser Stelle des Coaching geht es dem Klienten normalerweise auf eine komfortable Art gut. Es ist ein angenehmes Coaching, wie Wellness. Der Coachee ist zufrieden und denkt, das es das war. – Doch der Coach weiß, dass der Höhepunkt noch bevorsteht: DIE HYMNE! Mit DER HYMNE wird aus Zufriedenheit Begeisterung und der Coachee wird einen wirklich aufrüttelnden und tief verändernden Moment Of Excellence erleben.

DIE HYMNE wird geschaffen, indem wir die Nebensätze aus den vier Durchgängen zu Hauptsätzen (und damit zu Hauptsachen!) umformen. (Teilweise sind hier kleine Veränderungen am Satzbau hilfreich.) Die Satzteile, die sich nach dem Komma von »ich bin eine gute Führungskraft,« verstecken konnten, treten jetzt ins strahlende Licht des Bewusstseins:

Ich bin eine gute Führungskraft.
Ich habe Jahrzehnte an Führungserfahrung.
Menschen können in meiner Gegenwart gut arbeiten und sie erzielen gute Ergebnisse.
Meine Mitarbeiter werden noch in Jahren und Jahrzehnten von unserer Zusammenarbeit schwärmen und
ich werde Teil ihrer Lebensgeschichte.
Führung hat mich schon immer fasziniert und begeistert.
Ich interessiere mich für Menschen.
Zusammen sind wir erfolgreich.
Ich mache mir wirklich klar, was Führung für mich bedeutet.
Ich bin mir selbst bewusst.
Meine Mitarbeiter können lernen und sich entwickeln.
Obwohl ich oft ungeduldig bin,
bin ich eine gute Führungskraft,
genauso wie Mahatma Gandhi.

An dieser Stelle war Marin Markov erschüttert. Wie die meisten Coachees wollte er zuerst nicht glauben, dass er selbst all diese Sätze gesagt hatte. In DIESER HYMNE steckt wahrhaft Kraft! In den Tagen und Wochen nach dem Coaching las er diesen Text mindestens einmal am Tag. In DIESER HYMNE fand er die Motivation und Leidenschaft, um seinen Weg zur exzellenten Führungskraft erfolgreich zu gehen.

*) Marin Markov heißt in Wirklichkeit anders.
**) DIE HYMNE ist die erweiterte Storycode-Version der NLP-Technik des Belief Audit von Robert Dilts.



[ wird fortgesetzt! ]


Beitragsseiten
Was Storycode bringt
Führen durch eine Vision
Die Entdeckung der eigenen Meisterschaft
Jeder Verkäufer wird zu einem Star
Selbstmarketing 1: Die Geburt der Heldin
Selbstmarketing 2: Die Heldin wirkt Wunder!
Die Firma, die sechsmal gegründet wurde …
Drei Helden im Verkauf
Die letzten drei Berater habe ich verklagt.
Was für ein faszinierender Mensch: Ihr Kollege!
Ist unsere beste Frau ein Freak, ein Zombie oder eine Heilige …?
Die eigene Firma neu entdecken (1)
Die eigene Firma neu entdecken (2)
Marin Markov entdeckt DIE HYMNE
Alle Seiten
 

Ähnliche Beiträge

(c) Ralf Stumpf Seminare | info@ralf-stumpf.de
Storycode ist eine eingetragene Marke der Ralf Stumpf und Mirela Ivanceanu GbR