| Storymodelling |
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| Geschrieben von: Ralf Stumpf |
| Dienstag, den 27. Oktober 2009 um 10:12 Uhr |
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Auf dem DVNLP-Kongress in Hamburg (24./25.10.09) waren wir mit einem Vortrag über »Storymodelling – Modellieren mit Geschichten« vertreten. Am Rande des Kongresses haben wir auch ein ausführliches Interview zu diesem Thema geführt, aus welchem wir Ihnen hier gerne einige Ausschnitte präsentieren. Modelling – das Herz des NLPIn den 1970er Jahren überschritten Richard Bandler und John Grinder die Grenzen dessen, was man in der therapeutischen Arbeit und im Lehren für möglich hielt und wagten den Schritt hin zu etwas völlig Neuem: Sie begründeten das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP). Ihrem ersten Buch gaben sie den Titel »Die Struktur der Magie«. Der Titel war Programm, denn ihr Versprechen war es, die beinahe mythischen Erfolge der größten Therapeuten ihrer Zeit so klar und strukturiert zu beschreiben, dass jeder durch die gleichen Schritte zu den gleichen Ergebnissen kommen könnte. Bandler und Grinder lösten ihr Versprechen ein und im NLP findet sich die Essenz der großen Meister der humanistischen Psychotherapie: Fritz Perls (Gestalttherapie), Virginia Satir (Familientherapie), Milton H. Erickson (Hypnotherapie) und Gregory Bateson (systemische Therapie). Um ihr Versprechen einzulösen entwickelten Bandler und Grinder die Methode des Modelling. Im Modelling werden die Strategien von Vorbildern (Modellen) so exakt und nachvollziehbar beschrieben, dass jeder mit vertretbarem Aufwand zu vergleichbaren Ergebnissen kommen kann. Vieles, was bis dahin nur mit Begabung, Intuition oder Glück zu erklären war, war nun offen und verständlich. Durch das Modelling war NLP nicht mehr nur auf den therapeutischen Kontext beschränkt, sondern konnte seinen Siegeszug in vielen anderen Bereichen antreten, denn überall gibt es Menschen, die in ihrem Gebiet über sagenhafte Fähigkeiten verfügen. Modelling eröffnet die Möglichkeit, diese Qualitäten zu verstehen und zu übernehmen. Storycode wurde von Ralf Stumpf und Mirela Ivanceanu entwickelt und verbindet NLP und Storytelling. Aus dem NLP werden vor allem die logischen Ebenen genutzt, aus dem Storytelling die Reise des Helden (den »Monomythos«) nach Joseph Campbell. Mit dem Storycode wurde auch ein wirkungsvolles Modelling-Werkzeug entwickelt, denn Geschichten sind der Code zu den höheren logischen Ebenen (Glaubenssätze, Werte, Selbstbild, etc, …). Indem wir Geschichten verwenden, ist eine elegante Arbeit mit den höheren logischen Ebenen möglich und die Erfolgsstrategien auf diesen Ebenen können leicht herausgearbeitet werden. Modelling besteht aus den drei Phasen Elizitation, Utilisation und Installation. In der Elizitation (= hervorlocken, aufdecken) wird die Strategie des Modells herausgearbeitet. Bei der Utilisation (= nutzbar machen), wird die Strategie in eine klare Form gebracht. Bei der Installation (= einbauen) wird die Strategie einem Dritten vermittelt. Ein großer Vorteil des Storymodellings zeigt sich bei der Installation der Strategie, wenn Geschichten erschaffen werden, die die Inhalte der höheren logischen Ebenen in codierter Form enthalten. Jedes Mal, wenn diese Geschichten erzählt oder gehört werden, wird die Strategie installiert. |





