Das Stephan Landsiedel-Modelling

Unser Newsletter vom 12. September 2014

Im letzten Newsletter habe ich Dir davon geschrieben, dass ich vor kurzem Stephan Landsiedel modelliert habe. Dazu will ich Dir heute mehr schreiben, denn in den letzten Jahren hat mich nichts so sehr verändert, wie dieses Modelling.

Ich bin zu Stephan Landsiedel gefahren, um ihn darin zu modellieren, wie er Erfolg hat. Ich halte mich für einen guten NLPler und exzellenten Modelliermeister – aber das mit dem äußeren Erfolg, das könnte besser sein. Was liegt also näher, als jemanden zu fragen, der genau das lebt, was ich leben möchte? Stephan hat in den letzten Jahren Deutschlands größtes NLP-Institut aufgebaut, irgendwie hängt das bestimmt mit seiner Persönlichkeit zusammen.

Nun ist es aber nicht so, dass ich da hinfahre, ihn frage »Stephan, wie machst Du Erfolg?« und er sagt es mir und ich mache es einfach nach und habe auch Erfolg. Die Frage kann ich schon stellen, aber da kommt keine Antwort. Fast alle Modelle sagen, sie machen doch gar nichts – jedenfalls nichts Besonderes. Anders gesagt: die eigene Erfolgsstrategie ist fast immer unbewusst! Deswegen muss ich beim Modellieren anders vorgehen …

Ich habe vor einiger Zeit drei Newsletter darüber geschrieben, wie meine Technik des Modellierens ist. Am wichtigsten ist die Grundhaltung: Ich gehe davon aus, dass in Stephan etwas ist, was in mir nicht ist, etwas ganz anderes, neues, unerwartetes, verblüffendes. Deswegen achte ich vor allem darauf, wo ich stutze, ihn nicht verstehe oder sogar unsicher werde. Modelling ist ein sehr persönlicher Weg des voneinander Lernens: ich bin ganz mit dabei. Wenn ich auf einer komfortablen Beobachterposition verweile, dann werde ich überwiegend Bestätigung von dem finden, was ich sowieso schon weiß und mache. Das bringt mich kaum weiter.

Keith Johnstone meinte einmal, eine Beziehung entsteht dann, wenn ein Mensch von einem anderen Menschen verändert wird. Er hat nicht gesagt, dass diese Veränderung auf beiden Seiten gleich sein muss! Im Coaching z. B. verändert sich der Coachee normalerweise mehr als der Coach.

Im idealen Modellinggespräch verändert sich das Modell gar nicht und der Modellierer dramatisch! Das Modell ist mein Maßstab, alles was das Modell denkt und fühlt und glaubt ist wahr! Als Modellierer bin ich in dieser Phase absolut unkritisch. Ich verliebe mich in mein Modell und sage innerlich: »Ich will so sein wie Du!« Das ist die Modellingposition der Liebenden, ich habe in den drei Modelling-Newslettern darüber geschrieben und Du findest diesen Ansatz auch in der ›Erotik des Lernens‹.

Gleichzeitig bin ich mir dessen bewusst, was da mit mir geschieht und beobachte mich selbst. Aus dieser Selbstbeobachtung entsteht dann das eigentliche Modelling-Ergebnis.

Bei Stephan war es so, dass er meinte, seine Strategie wäre gar nicht so besonders oder geheimnisvoll. Er hätte nur einfach NLP und die üblichen Erfolgstipps angewandt – konsequent. ›Konsequent‹ heißt in seinem Fall 20 Jahre lang 24 Stunden täglich. – Ach so, na dann ist das ja nichts besonderes …!

Nachdem ich mich von meiner Verblüffung erholt hatte fragte ich ihn deshalb: »Stephan! Wie hältst Du das durch?« – Und das wurde dann unser eigentliches Modelling-Thema!

Wir haben insgesamt 4 ½ Stunden auf seinem Balkon gesessen und uns unterhalten. Ich habe das Gespräch aufgezeichnet und mir hinterher mehrmals angehört. Beim Anhören wechsele ich dann in eine andere archetypische Position, in den Magier. Da analysiere ich, was ich von Stephan höre und was dabei mit mir geschieht. So kann ich seine Strategie beschreiben.

Wenn ich seine Strategie beschrieben habe, dann stehe ich vor dem größten Problem im Modelling: Wie bekomme ich jetzt die Stephan Landsiedel-Strategie in den Ralf Stumpf? An der Antwort habe ich fast 20 Jahre getüftelt, denn das lehrt keiner im NLP! Letztendlich musste ich dafür das komplette NLP ›dekonstruieren‹. Bandler und Grinder haben ja in den 70er Jahren Perls, Satir, Erickson und Bateson modelliert und daraus NLP entwickelt. NLP entwickelt? – Die NLP-Formate entwickelt! In den Formaten des NLP stecken die Strategien der Modelle! Und mit diesen Formaten kann man zuerst ähnliche Ergebnisse erzielen, wie die Modelle sie erzielt haben – aber letztendlich kann man damit eine ähnliche Haltung lernen. Also war mir irgendwann klar, dass im dritten Schritt des Modellings Übungen entstehen müssen, mit denen man die Strategie des Modells übernehmen kann.

Ich habe aus Stephan inzwischen fast 20 neue NLP-Formate entwickelt und es werden ständig mehr, denn ich höre das Audio immer wieder an. Diese Formate sind maßgeschneidert. Für diese Formate verwende ich Elemente aus den fünf archetypischen Bereichen, also NLP, systemisch-energetische Arbeit, SFBT, Storytelling/Storycode und Trance. Im Stephan Landsiedel-Modelling habe ich für mich Aufstellungen designet, Submodalitätenübungen entwickelt, eine große Time-Line-Heldenreise-Übung erfunden und mehrere ausführliche Trancen aufgesprochen.

Das Ergebnis ist dramatisch!

Ich habe das Gefühl, jahrelang gestaute und zurückgehaltene (Lebens-)Energie darf endlich frei fließen! Mein Arbeits- und Ergebnispensum hat sich vervielfacht – und gleichzeitig habe ich wieder begonnen zu joggen. Außerdem nehme ich mir viel mehr Zeit für Trancen und Entspannung. Ich habe das Gefühl, irgendjemand im Kosmos hat irgend etwas mit der Zeit gemacht. Jedenfalls ist mehr davon da als früher – oder es passt mehr rein in die vorhandene Zeit. Das Leben ist intensiver und irgendwie größer geworden.

Ich kann Dir Stephans Strategie jetzt leider nicht in ein paar Worten im Newsletter beibringen, dazu ist sie zu umfangreich. Aber ein paar Elemente gebe ich gerne weiter:

Das wichtigste ist die konsequente Arbeit an sich selbst! Ich habe immer an mir gearbeitet und mit mir selbst NLP gemacht. Im Schnitt war das vielleicht ein Stündchen pro Tag.

Seit ich Stephan modelliert habe, sind es etwa vier Stunden am Tag, manchmal auch sechs oder acht. Ich habe durch ihn gelernt, dass es wirklich einen Unterschied macht, wie viel NLP man mit sich selbst macht. Stephan meinte sinngemäß: »Wenn Du jeden Tag konsequent an Dir arbeitest, dann kann der Erfolg nicht ausbleiben!«

Ich halte das konsequente an-sich-selbst-Arbeiten für den entscheidenden Schlüssel! Die Kraft und die Energie für diese Eigenarbeit bekomme ich daher, dass ich meine große Sehnsucht nicht mehr unterdrücke, sondern intensiv erlebe. Über diese Sehnsucht habe ich ja im letzten Newsletter geschrieben: Jeder hat so eine Sehnsucht und bei fast jedem ist sie unerfüllt. Die meisten beschließen deswegen irgendwann, diese Sehnsucht zu unterdrücken. Man will ja schließlich nicht ständig diesen doofen Schmerz spüren! – Leider geht dadurch auch die Leidenschaft verloren. Zu einem intensiven Leben gehört eben beides: Die Lust und der Schmerz. Und es ist vielleicht nur eine Frage der Bewertung, welche Seite ich ›Lust‹ und welche ›Schmerz‹ nenne. Beides zusammen ist ›intensiv Leben‹.

Wen Du Dich schon einmal gefragt hast, warum kleine Kinder so unerschöpflich viel Energie haben: deswegen! Sie leben einfach absolut, leben Lust und Schmerz, Freude und Trauer. Da darf die Energie noch wirklich fließen. Deswegen halten die lange durch und werden kaum müde. Und ich kann das jetzt auch wieder!

Du merkst schon an der Länge dieses Newsletters: meine Energie und Schaffenskraft fließt! So wie dieses Modelling hat mich noch kein Modelling verändert. Ich will diese Erfahrung natürlich weitergeben und deswegen habe ich die Coach-Ausbildung, die am 7. Oktober 2014 beginnt, umgestaltet. Der Coach ist jetzt eine Coaching- und Selbstcoaching-Ausbildung, eine Einladung, 18 intensive Tage an sich selbst zu arbeiten. Zum einen ist das die Grundlage für jeden ernstzunehmend Coach, zum anderen will ich zumindest einigen Menschen die Möglichkeit geben, auch diese Erfahrung zu machen, die ich gerade mache: frei fließende Lebensenergie, große Schaffenskraft, konsequente Arbeit an sich selbst. Und natürlich werde ich auch viele der Stephan-Landsiedel-Formate im Coach weitergeben.

Andere Menschen sind riesengroße Ressourcen! Für jedes Problem in Deinem Leben gibt es irgendjemanden, der dazu die Lösung ist. Geh hin zu diesen Menschen und lerne von ihnen! Lass Dich verblüffen, verunsichern, überraschen! Du wirst dort am meisten lernen, wo du es am wenigsten erwartest. Lass Dich verändern, denn nur so wird etwas Neues geschehen. Und sei Dir bewusst, dass jeder Mensch ein Geschenk für Dich hat – und Du für jeden Menschen ein Geschenk bist. Wenn wir voneinander lernen, dann geht es uns allen besser.

Stephan und ich werden irgendwann ein Buch oder eine Seminarreihe aus seiner Strategie machen, aber das kann noch ein bisschen dauern. Du selbst kannst heute damit beginnen, Dir mehr Zeit für Dich zu nehmen, Deine Sehnsucht (wieder) zu entdecken und konsequent an Dir zu arbeiten. Ich wünsche Dir dabei viel Glück und Freude und bin gerne bereit, Dich auf diesem Weg zu unterstützen. Schreib mir einfach!

Bis dahin:
Liebe Grüße (auch von Mirela),
Ralf

PS: Ich habe einen ›Downloadbereich für Newsletter-Abonnenten‹ eingerichtet. Dort findest Du Dokumente, die es sonst nicht frei auf meiner Homepage gibt, z. Zt. das Storycode-E-Book und die 50 Coachinglektionen ›L50‹. Ich werde demnächst weitere Dokumente online stellen und im Newsletter darauf hinweisen. Die Adresse der Seite ändert sich regelmäßig und steht jeweils aktuell im Newsletter. Hier geht’s zum Downloadbereich!