Professionelles NLP (NLP als Beruf – Teil 1)

Vielleicht würden mehr Menschen NLP als Haupt- oder Nebenberuf machen, wenn ihnen klarer wäre, was für ein Beruf das eigentlich ist. Wenn man Schreiner lernt, dann ist klar, dass man mit Schreinerwerkzeugen an Holz arbeitet, um zum Beispiel Tische herzustellen. Aber wenn man NLP (beruflich) lernt – mit welchen Werkzeugen arbeitet man dann eigentlich woran, um was genau herzustellen?


Sicher kennst Du auch Modelle, wo der Mensch als Ganzes (diese so schwer zu beschreibende Einheit) in Stückchen geteilt wird, damit man das Ganze besser verstehen kann. Eines dieser Modelle unterscheidet Körper, Seele und Geist. In diesem Modell gehört NLP zum Geist. Andere Worte für diesen Bereich sind beispielsweise Verstand, Vernunft oder Empfinden.

Die Bereiche genau zu benennen ist schwer, da die Bereiche ineinander übergehen und Worte recht unscharf verwendet werden. Das siehst Du zum Beispiel daran, dass bestimmte Probleme mal als ›Geisteskrankheit‹, mal als ›seelische Erkrankung‹ bezeichnet werden. In diesem Text meine ich mit ›Seele‹ den spirituellen Bereich. Und die Emotionen ordne ich keinem bestimmten Bereich zu, die gibt es bei Körper, Geist und Seele gleichermaßen.

Wenn Du Dir Körper und Seele anschaust, dann stellst Du fest, dass es für diese eine schier endlose Fülle von Methoden gibt – sehr gut differenziert. Wenn Du zum Beispiel mit dem Körper arbeiten willst, dann beginnt das bei der klassischen Medizin, geht über die alternative Medizin hin zu therapeutischer Körperarbeit, solchen Sachen wie Rückenschule, Aquagymnastik, Massagen, Feldenkrais und ähnlichem. Wenn Du dann damit die gröbsten Probleme beseitigt hast, dann kannst Du unzählige Sportarten lernen, oder Tanzen, Kämpfen, Artistik, Akrobatik, … Wenn Du lieber auf anderem Wege mit dem Körper arbeiten willst, dann kannst Du kochen lernen oder singen.

Und für den Geist? Da gibt es zahlreiche Therapiemethoden, mit denen Du Deine Probleme lösen kannst. Und wenn die gelöst sind oder Du einfach keine Lust mehr hast, andauernd an ihnen herumzuschrauben? Dann wird es plötzlich dünn … In einem Teilbereich gibt’s noch ein ganz gutes Angebot, nämlich beim logischen Denken (Analytik, wissenschaftliches Denken, Gedächtnistraining, Kreativitätstechniken, …) Und darüber hinaus? Da gibt es solche Sachen wie positives Denken und allerlei Erfolgsstrategien – aber ein guter Teil davon stammt sowieso aus dem NLP.

Ich kann NLP auch von der anderen Seite her erklären: Angenommen, Du wolltest Selbsterkenntnis professionell praktizieren – welche Methode nimmst Du dann? Vor allem, wenn Du weder therapeutisch-problemorientiert an die Sache herangehen willst, noch spirituell? Da bleibt eigentlich nur NLP.

Und wenn Du statt Deiner selbst einen anderen erkennen willst? Zum Beispiel, weil dieser andere irgend etwas richtig gut kann und Du es auch können willst? Dann machst Du NLP-Modelling!

NLP arbeitet also mit den Werkzeugen des Geistes (und das ist weit mehr als das, was man so alltäglich ›Denken‹ nennt!) am Geist und produziert damit Erkennen und Verstehen – häufig in Form von Modellen oder Strategien.